Aboriginals - Muss man Angst vor ihnen haben?

    • Huhu,

      was ich am schlimsten finde ist diese Generalisierung die hier ausgesprochen wird. Es sind doch nicht ALLE Schwarzen oder Weisen oder Gelben oder Bunten kriminell. Menschen die sich "anders" verhalten sei es gut oder schlecht in Deinen Augen gibt es doch ueberall, egal ob Du nun in Alice, New York oder Buxtehude bist.

      Ich habe in meiner Zeit hier tolle Indigenous People kennen gelernt, und tolle Europaer, weisse Australier, Asiaten, Inder ...


      Wenn Du Dich unsicher fuehlst und unwohl dann geht der Situation aus dem Weg.

      Cheers,
      Yvonne
    • So isses Frau Kiwi,

      wenn Du bei ansammlungen ein komisches Gefuehl hast,dann geh lieber weg.

      Auf den Minen bei Ceduna habe ich derart hart abeitende Aboriginies gesehn,
      dass ich echt meinen Hut gezohgen habe.Geflucht haben sie wie ihre weissen Kollegen.Alle sassen 12 Stunden im Truck und haben sich integriert.

      Weil ihnen mein essen immer so gut geschmeckt hat, haben sie mich nach Feierabend an den Ureinwohner Tisch gebeten.

      Natuerlich habe auch ich die anderen kennen gelernt.
      Aber auch weisse die sich so benehmen sind nicht meine Welt....


      cheers

      ich
    • Auch wenn es althergebracht klingen mag: Meine Antwort auf die Eingangsfrage: Vorsicht ja, Angst Nein !

      Zumal fast alle beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten mit einem Wort im Zusammenhang stehen: Alkohol ! Welcher übrigends von den Europäern eingeführt wurde.

      Welche verheerenden Folgen Sauforgien haben können, durfte ich letzten Sommer live erleben: Etliche Personen, bei denen einfachste Körperfunktionen völlig abgeschaltet waren, im günstigsten Fall nur der Gleichgewichtssinn, sehr häufig auch die Kontrolle über vorne und hinten ausgeschiedene Mageninhalte, Hernwachsende im unteren zweistelligen Alter, die bei dem Treiben kräftig mithalten wollten, Sanitäter, denen nicht langweilig wurde, Müllberge und Gestank überall auf den Straßen etc.

      Das Ganze fand allerdings nicht in Alice Springs statt sondern bei der Fiesta de la Virgen del Carmen auf Teneriffa in Puerto de la Cruz.

      No Worries
    • Hab eigentlich beschlossen mich zu dem Thema nicht zu äußern, aber trotzdem...
      @Breadrock
      @Bademeisterholt

      Genau so ist es! Ob weiß, gelb , schwarz ...überall gibt es solche und solche

      Wir haben aboriginal people in Oodnadatta getroffen...leicht angetrunken, aber freundlich und echt liebenswert von ihrer ganzen Art...
      in Katherine wars uns nicht ganz geheuer, ein alter Mann hat mich um eine Zigarette angeschnorrt, er hat 2 bekommen...aber Angst hatte ich auch nicht, wir waren vorsichtiger.......
      auf dem Stuart Hwy nördlich von Alice stand ein PKW mit Warnblicklicht und einer Großfamilie. Bei 40° im Schatten mußten wir einfach anhalten und fragen ob wir helfen können. Sofort war unser Auto umringt...wir sind nicht ausgestiegen. Sie wollten zunächst mal Wasser und wir haben ihnen gerne 2 L abgegeben, danach wollten sie was zum Essen und ich hatte bedenken das Auto hinten aufzumachen um keine Begehrlichkeiten zu wecken.( hatten ne Kiste Bier drin).Wir haben sie a bissl abgewimmelt und danach wars ok, die Männer haben das Wasser ins Auto zu einer Frau gebracht...ich hätte ihnen auch noch 5 L gegeben und Brot dazu, aber da wars uns mulmig....im nachhinein unbegründet.

      Das Beispiel von Teneriffa fand ich toll ;) Ich würde mich nachts am Hbf Nürnberg auch nicht wohl fühlen, wir waren aber nach Sonnenuntergang in Alice unterwegs und alles war gut.

      Überall auf der Welt gibt es gut und böse, lug und trug....benutzt euren gesunden Menschenverstand so wie ihr es hier daheim auch machen würdet...

      Meine 5Cent Karin
    • Ich kann mich den letzten paar Vorrednern nur anschliessen (Muli, BademeisterHolt, Breadrock). Einer Gruppe Betrunkener würde ich unabhängig vom Kulturkeis aus dem Weg gehen.

      Ich war beruflich mal eine Weile in Dortmund Nordstadt; wenn man da die Nachrichten verfolgt, könnte man es auch für eine No-Go-Area halten. Aber ich persönlich hatte nie Probleme dort. Ich habe natürlich auch vermieden, den betrunkenen Eingeborenen direkt in die Augen zu schauen ;)
    • Original von Bushwalker

      Ich habe natürlich auch vermieden, den betrunkenen Eingeborenen direkt in die Augen zu schauen ;)


      Hihi, Du meinst die Dortmunder Eingeborenen :D na gut, die kannste vielleicht noch mit Worten beschwichtigen.

      Bei einem Zusammentreffen zwischen einem Deutschen mit lückenhaftem Englisch und Aborigines mit noch saumäßigerem Englisch wird diese Art der Völkerverständigung um so schwieriger.

      abgesehen von der von Muli beschriebenen etwas unheimlichen "Panne-vortäusch-Bettelaktion" gab es für mich noch keinen Stress mit Aborigines.

      ok, dass sie einen im NT ständig nicht nur um eine sondern gleich um 2 Zigaretten anschnorren seh ich jetzt mal nicht als Tragödie. ;)
      RIDE ON for IT'S A LONG WAY TO THE TOP...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Matte ()

    • Hi,

      Ich würde sagen es kommt darauf an wo du bist.
      Für 12 Monate hatte ich das Glück in einer isolierten vorzeige Community arbeiten zu dürfen. Für mich persönlich war es eine großartige Erfahrung. Davor ein paar Monate in Boome und Derby, Aborigines Häuser reparieren, renovieren bzw. abreißen und neu bauen.

      Bitte beachte, das Aborigines in Städten oft aus ihrer Community ausgewiesen wurden, da sie etwas falsches, unverzeihliches getan haben. Hinzu kommt, dass solche Menschen oft oder manchmal in der x-ten Generation Alkoholkrank sind und diese Defizite in die folgenden Generationen weitergeben. Wenn kaum Geld da ist wird Spiritus gekauft und mit einem Leib Brot gefiltert um ihn dann zu trinken. Sie fragen dich nach Zigaretten, ein paar Dollar Kleingeld, einen lift (Mitfahrgelegenheit).
      Sag einfach freundlich Nein, gib hier und da ne kippe raus wenn du willst und wünsche ihnen einen schönen Tag. Damit sind sie in der Regel Okay.

      Zum Leben in der Community... Dort habe ich angefangen zu verstehen warum sie so sind. Die Familien sind sehr wichtig für die Aborigines und riesengroß. Ruckzuck zählt so eine Familie ein paar hundert Mitglieder die ein relativ strenges Verwandtschaftssystem haben um sich von manchen Genetisch verwandten zu distanzieren um Inzucht zu vermeiden. Solche Communities haben strengen Regeln. Alkohol und Drogenverbot, keine gewaltverherrlichende Spiele oder Pornographie.Selbst lautes Fluchen und Kraftausdrücke werden nicht gerne gehört aber toleriert, evtl. siehst du jemanden der den Zeigefinger auf die Lippen legt und „ruhig“ signalisiert.
      Ich wurde sehr nett und freundlich aufgenommen. Meine Aufgabe war es unter anderem junge Aborigines in meinem Beruf einzuweisen aber vor allem sie zu beschäftigen damit sie keine Lösungsmittel schnüffeln und sie die Birne damit kaputt machen.Benzin wurde mit Opal ersetzt welches weniger Dämpfe frei setzt und sich kaum zum schnüffeln eignet.
      Ich wurde sogar (mündlich) Adoptiert und bekam einen Aborigines Namen. Wir gingen Fischen und jagen, ich war zu Zeremonien eingeladen. Vielleicht war es hilfreich, dass ich erklären konnte, dass ich kein Australier bin sonder aus Deutschland in Europa komme. Sie wussten nicht wo das liegt aber der Stamm ist weit weg.
      Die Yolngu teilen fast alles bis es aufgebraucht ist. Das beste Beispiel sind Zigaretten. Aborigines werden als Schnorrer verachtet. Auf der anderen Seite wirst du zb eine Kippe von einem Aborigines bekommen wenn er welche hat und du freundlich frägst. Wenn du welche kennst, könntest du einfach in ihre Küche gehen und dir ein Sandwich machen falls du was im Kühlschrank findest. Sie würden es dir wahrscheinlich erlauben. Die denken sich du hast Hunger, lachen sich darüber kaputt und gehen zum Tagesgeschäft über. Stell dir sowas in Deutschland vor.

      en.wikipedia.org/wiki/Yolngu_people

      Selbst in den Kleinstädten in denen ich am Festland tätig war und ich in den Häusern von First Australiens gearbeitet habe wurde ich recht freundlich empfangen. Ja, oft stinkt es, es sieht aus wie Sau. Aber bevor jemand dumm (nüchtern) daher redet sagen sie einfach gar nichts und lassen eine machen.

      Im großen ganzen geht von First Australiens nicht mehr Gefahr aus wie von anderen Menschen in den gleichen Umständen auch. Funktionierende Communities sind meines Erachtens sehr sicher und die Menschen die darin Leben soziale, aufgeschlossene und glückliche Zeitgenossen .
      Danke.
    • hallo,
      danke für diesen lehrreichen erfahrungsbericht :]
      so und ähnliche erlebnisse habe ich auch.
      vielleicht haben wir in broome sogar die gleichen bekannten
      ciao
      michael
      ps: ich hoffe, dass dieser informative beitrag die schärfe ein bißchen aus dem thema nimmt.
      michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von desert queen ()

    • Da muss ich doch auch mal ne Story hinzufuegen:

      Ich arbeite als Fahrradpostbote. An einem Morgen, bei ziemlich bedecktem und truebem Wetter, fahre ich gerade von Briefkasten zu Briefkasten und biege in eine neue Strasse ein. Ich sehe, wie mir eine dunkle Gestalt entgegenkommt. Sie hat irgendetwas geschultert und sieht bedrohlich aus. Die schlaftrunkene truebe Morgenstimmung spielt mir einen Streich und ich frage mich: "Ist es ein Gewehr?". Langsam komme ich naeher und ich erkenne, dass die Gestalt ein Mensch ist. Er ist ein Aborigine und das Ding ueber seiner Schulter aus Holz. Als ich neben ihm ankomme, gruesse ich ihn: "How ya goin'?"
      Er antwortet mit einer Frage: "Mate, what day is it?". Ich bin ueberrascht und schaue auf meine Uhr. Ich antworte: "4th of January". Er erwidert: "Monday? Tuesday? ..." Ich ueberlege kurz und antworte: "Monday". Er dreht sich um und geht weiter.
      Ploetzlich faellt mir auf, dass das Ding auf seiner Schulter einem Baumstamm mit Wurzelansatz aehnelt und bei naeherem Hinsehen erkenne ich geschnitzte Verzierungen im Holz. Ich ahne, was es ist.
      Ich drehe mich zu ihm um und rufe: "Is that a didgeridoo?" Er dreht sich ebenfalls um. "What?" Ich rufe ein zweites Mal: "Is that a didgeridoo?"
      Die Antwort kommt blitzschnell:
      "Bloody oath is that a didgeridoo!"
    • RE: Aboriginals - Muss man Angst vor ihnen haben?

      Hmmm...


      also Vorsicht ist grundsaetzlich geboten...aber das ist ganz unabhaengig von den Bewohnern.

      In Sydney und Melbourne muss man auch aufpassen, wo man sich herumtreibt.

      Und da der Alkohol ja allerhoechstes Kulturgut in Australien ist (obwohl die wenigsten ihn handhaben koennen), werden Dir zu bestimmten Tageszeiten auf dem ganzen Kontinent Alkoholfahnen entgegenwehen.....

      The Moose
      Wo ist mein VB ?!?!