Lebensqualität Deutschland vs. Australien

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    • Lebensqualität Deutschland vs. Australien

      Liebe Deutsche in Australien,

      ich spiele mit dem Gedanken mit der Familie nach Australien auszuwandern. Bin 44 Jahre alt, verheiratet, ein Kindergartenkind, ein Schulkind.

      Vom Visum sollte es gut klappen, bin promoviert, kann vielleicht sogar für meine aktuelle Firma nach Australien (multinationale Firma mit Niederlassung in Australien).

      Startkapital ist auch vorhanden, insofern von der Umsetzbarkeit sollte es kein grösseres Problem geben.


      Zur Motivation: Ich mache mir zunehmend Sorgen wie lange in Deutschland alles gut gehen wird.

      Klingt vielleicht doof, aber der Euro wird mit hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann in die Luft fliegen, das Rentensystem wird mit Sicherheit irgendwann in die Luft fliegen und die unkontrollierte Einwanderung wird ebenfalls zunehmend zu sozialen Problemen führen und die Sozialsysteme überfordern.

      Da könnte ja jeder auswandern, aber vielleicht liegt meine Sorge auch daran, dass ich seit meinem 15ten Lebensjahr arbeite, mir das Studium selber finanziert habe, sehr hart gearbeitet habe und nach Jahren der Krisen in Europa (Euro-Krise, Flüchtlingskrise) müde bin. Ich möchte meinen Kindern gerne ein Aufwachsen in einer stabilen Umgebung ermöglichen und mir und meiner Frau eine angenehme zweite Lebenshälfte. Will einfach ungern in 10 Jahren mit 54 in Deutschland sitzen in einer grossen Euro-Krise und dann ans Auswandern denken müssen.

      Warum Australien?

      Der naheliegendere Ort wäre die Schweiz, aber das ist meiner Meinung nach ein recht spiessiges Land mit einer latenten Ausländer- und Deutschen-Feindlichkeit. Ich kenne viele Deutsche, die in der Schweiz leben, und die meisten sind nicht wirklich glücklich (solange sie nicht einen Schweizer Partner haben).

      USA wäre auch eine Option, finde aber die Kultur ohne allgemeine Krankenversicherung, Waffen, etc. problematisch. Hier hat meine Frau auch viele Vorbehalte.

      Skandinavien ist mir zu kalt (bin in Südeuropa aufgewachsen).

      Australien hat mir gut gefallen, als ich es beruflich besucht habe. Habe bisher sehr nette Australier kennengelernt und auch von Deutschen viel positives gehört.

      Ist natürlich eine schwierige Entscheidung (Freunde zurücklassen, die Tochter aus ihrer Umgebung reissen), und insofern wollte ich höflich fragen wie es Euch geht in Australien, wie ihr die Lebensqualität im Vergleich zu Deutschland bewertet und wenn ihr wollt auch was ihr von meinen Gedanken haltet.

      Liebe Grüsse und vielen Dank vorab.
    • Zuerst: Ich werde deine Frage nicht beantworten können, weil ich selbst erst Ende des Jahres (Oktober) ins Flugzeug steigen werde. Ich bin zwar erst 31, möchte aber den Rest meines Lebens nicht hier verbringen.

      Aber ich habe teilweise die selben Motivationen wie du - auch wenn meine Liebe zum Land immer an erster Stelle stand und steht. Aber schon 2012, als ich einmal drumherum gefahren bin, habe ich die Zukunft Europas mit kritischen Augen betrachtet - wer die Lage mit offenen Augen beobachtet wird feststellen, dass die europäischen Politiker mit der Lage überfordert sind und auch vor zweifelhaften Deals nicht zurückschrecken.

      Der Wunsch auszuwandern liegt aber an Australien selbst, die aktuelle(n) Krise(n) sehe ich eher als Bestätigung. Klar hat Australien auch seine (politischen) Probleme, dennoch ist es eines der stabilsten und *lebenswertesten* Länder: Gutes Wetter, späktakuläre Natur und die Menschen natürlich... Wenn ich sehe wie die Rentner hier in Deutschland ihre Rente verbringen und wie die Aussies im Alter in ihren Wohnwägen durchs Land düsen und Spaß haben...

      Bei den Alternativen geht es mir da genau wie dir - einzig Kanada wäre eine Idee (auch wenn es da je nach Region recht kalt wird...)

      Du solltest auf jeden Fall mind. ein Jahr planen bis du das Visa hast und los kannst.
      Australien-Fieber.de - Das Informationsportal rund um den fünften Kontinent + Auswanderblog & Reisebericht! :)
    • RE: Lebensqualität Deutschland vs. Australien

      Für wohl jeden hier hat Lebensqualität eine andere Definition. Ob Du also glücklich bleibst/wirst, wenn Du D den Rücken kehrst, liegt ganz und gar an Dir und Deinen/euren Wünschen. Vieles hier ist anders. Wie Du das jeweils einordnest, ist subjektiv. :]
      Adelaide, (ex München)
    • Hi Flyer,
      ist natuerlich sehr subjektiv was einem gefaellt, oder auch nicht.
      Ich bin Deutscher und habe in Deutschland, der Schweiz, Australien und ein paar anderen Laendern gelebt und gearbeitet.
      Die Schweiz ist fuer mich das perfekte Land, alles funktioniert, alles ist perfekt organisiert, man spricht Deutsch, super Essen, gutes Bier (vor allem das Augustiner Importbier), kurze Wege nach Bayern, Italien, Frankreich, Oesterreich. Moderate Steuern, super Gesundheitswesen, low Kriminalitaet. Sehr gute Ausbildung fuer die Kinder. Beste Demokratie der Welt.
      Gefolgt von Australien, endlose Freiheit, super Leute, easy going, man findet sowohl privat als auch Jobmaessig schnell Anschluss. Medicare private sollte man haben, Schulsystem auch sehr gut, aber teuer. Wenn Du , so wie ich direkt aus der Schweiz nach DU gekommen bist, dann trifft Dich die Steuer mit voller Wucht, aber immer noch weit besser als in Deutschland. Das Wetter ist eh ein Traum. Leider hohe Kriminalitaet an der Eastcoast aber die Musls haben hier nicht so ein leichtes Spiel wie in Germanien.
      Deutschland, naja, Bayern ist noch OK, als Akademiker wirst Du ja nicht grade in Neuperlach leben muessen. Muenchen ist nett (Augustiner), der Rest der Bananenrepublik ist Schweigen.
      Was ich in Australien sehr vermisse ist der bayrische Schweinebraten und die Halbe vom Kloster Andechs. Was ich absolut nicht vermisse sind die realitaetsfernen Politiker, obwohl wir auch hier Greenies und labour haben. Aber good old Toni hat die Boote gestoppt.
      Da wir ja nicht im Verdacht stehen ein humorloses Vorum zu sein:
      Hallo,
      ich hab von diese impfen gehoert... dass sie dein IQ schrecklich schraenken ist diese eine konsiprationstheorie oder soll es wirklich so sein?
    • Danke an alle für die interessanten Antworten! Sehr geschätzt!

      @gunther: Warum bist Du eigentlich aus der Schweiz nach Australien gezogen?

      Du sagst "Leider hohe Kriminalitaet an der Eastcoast". Wie ist die Kriminalität im Vergleich zu Deutschland? Wie sieht das aus? Wird man regelmässig überfallen oder bei einem eingebrochen? Bei uns würde es wahrscheinlich auf Sydney hinauslaufen.

      Viele Grüsse aus dem sonnigen München
    • Zitag:
      "Der naheliegendere Ort wäre die Schweiz, aber das ist meiner Meinung nach ein recht spiessiges Land mit einer latenten Ausländer- und Deutschen-Feindlichkeit. Ich kenne viele Deutsche, die in der Schweiz leben, und die meisten sind nicht wirklich glücklich (solange sie nicht einen Schweizer Partner haben). "

      Ohne mich jetzt persönlich angegriffen zu fühlen - aber du scheinst dir ein Bild mit Vorurteilen zu machen.

      Ob Australien, USA oder Schweiz: Schlussendlich wird dir diese Frage keiner beantworten können. Lebensqualität ist ein Begriff, der jeder anderst definiert.

      Für den einen ist es Freiheit, schönes Wetter und Meer. Für andere ist es ein solider Job mit einem gesicherten Umfeld. Was du wo bekommst (vorallem zweiteres) entscheidest alleine du!
    • Hallo SchweizOr,

      erst mal sorry, der ganze Post war etwas provokativ formuliert, sollte kein Angriff sein :D.

      Ich arbeite zufällig für eine Schweizer Firma, mein Chef sitzt in der Schweiz und der kleinste Sprung wäre in der Tat in die Schweiz zu gehen, wenn man das Gefühl hat in Deutschland auf einem Pulverfass zu sitzen, dass irgendwann hoch geht (so geht es mir leider 8o).

      Wir haben zwei Kinder, und da ist es nicht so leicht einfach alles auszuprobieren, sondern wir würden es gerne bei einer Umsiedelung belassen.

      Gunther schreibt: "endlose Freiheit, super Leute, easy going, man findet sowohl privat als auch Jobmaessig schnell Anschluss".

      Im Prinzip ist es das worum es uns bei Australien gehen würde.

      Beruflich sehe ich egal ob Deutschland, Schweiz, USA oder Australien wenig Probleme, da würde ich immer einen Job finden und meine Erfüllung ist nicht der Beruf.

      Es geht mehr um das persönliche Glück und da erhoffen wir uns von Australien ein System das stabil ist (Vorteil gegenüber Deutschland), wo aber nicht ein erheblicher Teil der Bevölkerung in prekären Verhältnissen lebt ohne Krankenversicherung (Vorteil gegenüber USA), und gegenüber der Schweiz eine Gesellschaft die vielleicht etwas offener ist.

      Ich habe viele tolle Schweizer Kollegen und mag die Schweizer persönlich. Wenn ich keine Kinder hätte, würde ich glaube ich in die Schweiz gehen, zumal mir das Land auch landschaftlich gut gefällt. Für Schulkinder die in die Schweiz gehen ist es schwieriger habe ich gehört, und ebenso für Partner, die beruflich weniger intensiv eingebunden sind. Das ist eben zumindest was ich gehört habe. Vielleicht habe ich die falschen Bekannten...

      Auf jeden Fall hängt Glück vor allem von einem selbst ab. Das hatte tno-gws ja auch geschrieben. Wir sind in Deutschland zufrieden und würden normalerweise auch nicht auswandern. Ich mache mir aber wirklich Sorgen und das beeinträchtigt mich auch.

      Ich will irgendwie nicht in einem Land leben, wo einen jeder Konflikt in Pakistan, Jemen, Syrien, Marokko etc. direkt betrifft. Wo die politischen Entscheidungen in anderen Ländern (Südeuropa) irgendwann zu einer Währungsreform führen werden. Wo das Rentensystem absolut instabil ist und meine Generation im Alter echte Probleme bekommt (auch wenn es mich nicht betrifft, weil ich selbständig war). Fast jeden Tag wird im Kinderfernsehen ("KiKa") über Flüchtlinge gesprochen, es ist mir zuviel.

      Ich finde es tragisch was in der Welt passiert. Ich war beruflich in Syrien bevor der Krieg begonnen hat und es war wirklich super dort. Man hätte meiner Meinung nach das Land auf keinen Fall destabilisieren dürfen. Aber das ist nunmal passiert, und dennoch kann Deutschland jetzt nicht Millionen Syrer aufnehmen. Ich weiss nicht ob ihr es mitbekommt, aber wir haben hier jetzt praktisch jede Woche in den Zeitungen, dass irgendwelche Afghanen oder Syrer Kinder in den Schwimmbädern belästigen oder sogar missbrauchen, Gewalt in den Flüchtlingsheimen, Vergewaltigungen. Es ist ein Desaster.

      Ich will einfach in einem Land leben, wo man normal arbeiten und leben kann und wo man darauf setzen kann dass die Kinder mit einer vernünftigen Ausbildung auch ihr Auskommen haben werden.

      Nichts für ungut und danke für die Diskussion!
    • Original von FlyerViele Grüsse aus dem sonnigen München


      Ha! Wohne auch in München und ziehe im Oktober nach Sydney :) Bei uns in München ist die Lage bei weiten nicht so schlimm wie in vielen anderen Städten. Eine junge Kollegin, aus Bremen, sagte neulich, man kann als Frau Nachts gar nicht mehr rumlaufen, wegen der Salafisten. Dagegen sei München das Paradies...

      Hier ist übrigens ein schöner Vergleich SYD-MUC:

      my.teleport.org/compare/r3gx3/Sydney/u281z/Munich

      Bei Sicherheit hat München 9/10 und Sydney 5/10 ... gibt es da No-Go Areas? Was ist mit Kings Cross nach 23h? Habe anscheinend mein Leben lang in einer sicheren Stadt gewohnt. Ich bin auch des öfteren Nachts zu Fuß gelaufen, wenn keine U-Bahnen mehr fahren...
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    • Sorry für den Doppelpost, aber ich muss zur Situation in D trotzdem noch meine Senf hinzugeben :P

      Das große Problem sind gar nicht die syrischen Flüchtlinge - das sind alles arme Menschen die durch den Krieg aus dem Leben gerissen worden sind und alles verloren haben. Es ist unsere Pflicht (und auch die Europas) hier zu helfen. Da braucht man gar nicht diskutieren.

      Die Probleme sind andere:

      1) Unkontrolliertes Einwandern: Es kommen neben Syrern noch viele aus dem Balkangebiet, Nordafrika und Afgahistan. Letztere können nicht mal Arabisch und kennen die Hauptstadt Syriens nicht (Infos aus erster Hand, Bekannte ist Helferin und ist mit einem syrischen Bekannten in den Unterkünften unterwegs). Diese "Nicht-Syrer" sind Wirtschaftsflüchtlinge die die aktuelle Welle ausnützen und auch die Syrer in den Lagern drangsalieren (sexuelle Übergriffe, "Duschgeld", ...). Sie kommen mit mehreren Identitäten, holen sich mehrmal Begrüßungsgeld und tauchen auch gerne mal zu Dutzenden unter. Was uns zum zweiten Punkt bringt...

      2) Totales Versagen einer überforderten und gelähmten Politik. Blos immer politisch korrekt und die echten Probleme (siehe 1.) nie ansprechen. "Alle die kommen sind Flüchtlinge. Wir müssen helfen. Basta!". Es kann nicht sein das in einem modernen Land wie Deutschland Dinge passieren die ich im ersten Punkt erwähnt habe. Es kann auch nicht sein, dass diese unter den Teppich gekehrt werden. Auch die eher Linken Menschen, beschimpfen einen gleich als rechts, nur weil man die echten Probleme anspricht - und das sind wie gesagt nicht die syrischen Flüchtlinge. Und so wurschelt man weiter vor sich hin. Dazu noch die Währungskriese, Griechenland/Portugal-Kriese usw. Übrigens hat Sarrazin vor Jahren in seinem Buch "Deutschland schafft sich ab" genau davor gewarnt. Aber er wurde von den Meinungsmachern belächelt und seine Thesen als nicht tragbar betitelt.

      Deshalb sehe ich hin Europa keine Zukunft für mich, auch wenn bei meiner Auswanderung tatsächlich immer die Liebe zu Down Under an erster Stelle stand und steht. Aber die Entwicklungen ab 2000 sind doch eher ernüchternd - scheint auch eher schlimmer zu werden als besser.
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    • Wir haben unsere Chance auszuwandern verpasst. Mein Mann hatte 1999 ein konkretes Job-Angebot, das wir damals abgelehnt haben. Wenn wir jünger wären, würden wir lieber heute wie morgen aus den von euch genannten Gründen abhauen. Wir hätten auch nie gedacht, dass die mediale Gehirnwäsche so viele unkritische Gutmenschen hervorzaubert.

      Noch werden wir von unseren Nachbarn belächelt, weil wir beim Umbau auf der Gartenseite Sicherheitsglas in Fenster und Türen eingebaut haben.
      Gruß
      @nna
    • Original von Flyer
      Danke an alle für die interessanten Antworten! Sehr geschätzt!

      @gunther: Warum bist Du eigentlich aus der Schweiz nach Australien gezogen?

      Du sagst "Leider hohe Kriminalitaet an der Eastcoast". Wie ist die Kriminalität im Vergleich zu Deutschland? Wie sieht das aus? Wird man regelmässig überfallen oder bei einem eingebrochen? Bei uns würde es wahrscheinlich auf Sydney hinauslaufen.

      Viele Grüsse aus dem sonnigen München


      Hi,

      ich kann nur fuer den Westen Brisbanes sprechen. Ueberfaelle auf der Strasse sind extrem selten. Wenn, dann wird in der Regel das Auto geklaut. Einbrueche sind recht haeufig und es stoert die Diebe auch nicht wirklich, wenn man zu Hause ist. Bei einer der letzten Einbruchsserien hier waren die Taeter angeblich mit einer Art Machete unterwegs und haben morgens Luxusautos geklaut... So richtige NoGoAreas gibt es nicht; ich wuerde allerdings nicht nach Woodridge & co ziehen wollen.

      Oops, haette ich mal nchts geschrieben. Ich hoere gerade, dass es gestern Abend nur wenige 100m von hier einen Ueberfall mit einer abgesaegten Schrotflinte gab. 8o Und wir wohnen eigentlich echt ruhig...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von schnell-wech ()

    • Original von Flyer


      Es geht mehr um das persönliche Glück und da erhoffen wir uns von Australien ein System das stabil ist (Vorteil gegenüber Deutschland), wo aber nicht ein erheblicher Teil der Bevölkerung in prekären Verhältnissen lebt ohne Krankenversicherung (Vorteil gegenüber USA), und gegenüber der Schweiz eine Gesellschaft die vielleicht etwas offener ist.

      ...
      Ich will einfach in einem Land leben, wo man normal arbeiten und leben kann und wo man darauf setzen kann dass die Kinder mit einer vernünftigen Ausbildung auch ihr Auskommen haben werden.

      Nichts für ungut und danke für die Diskussion!


      Bis vor Kurzem habe ich gedacht, dass das System in D stabiler waere als hier in Australien. Man sehe sich nur mal an auf welche Art die Premierminister ausgetauscht werden. Kaum passt man nicht auf, zack gibt's "ein Messer in den Ruecken". Die Debatten im Parlament muss sich jeder mal selbst angucken. 8o

      Zur Ausbildung: Abschluesse der Topunis werden gerade entwertet, indem sie an zahlungskraeftige, auslaendische Studenten verschachert werden. "Bildung" ist einer der Hauptwirtschaftszweige in Australien.

      Auch hier koennen viele Leute medizinische Leistung nicht bezahlen. Fuer die Grundversorgung gibt es (noch) Medicare. Viele Spezialisten verlangen aber 200-500$ pro Termin (plus Tests). Das kann sich auch nicht jeder leisten.

      Wir wohnen gerne hier und wollen auf keinen Fall zurueck nach D. Aber Australien ist auch nicht das Paradies auf Erden. :)
    • Original von schnell-wech[

      Bis vor Kurzem habe ich gedacht, dass das System in D stabiler waere als hier in Australien.


      So dachte ich ebenfalls. Aber in D wird vieles mit dem Mäntelchen der Scheinheiligkeit zugedeckt. Die medizinische Versorgung wird doch auch hier sukzessive zurückgeschraubt. Die Betreuung der Flüchtlinge läuft nach wie vor auf ehrenamtlicher Basis. Die Frage ist, wie lange noch ? Die Betreuer sind am Limit.

      Und was nutzen gute Uni-Abschlüsse, wenn die Leute mit ihrem Gehalt keine Familie ernähren können....
      Gruß
      @nna
    • Ich fliege in 3,5 Wochen für 6 Wochen nach Australien, um hier einen Sponsor für das 457 Visa zu finden. Die Kriesen in D und EU nehmen zu. In Australien hoffe ich ein neues, anderes Leben leben zu können.
    • Warum sind wir aus der Schweiz nach Australien ausgewandert:
      Die Schweiz ist im Moment noch eine Insel der Glueckseligen, leider wird das auf Dauer nicht so bleiben. Auch wenn der innenpolitische Wille noch gegeben waere, so zerfaellt das Europa um die Schweiz herum. Die Abhaenigkeit vom Handel mit Resteuropa ist jedoch fuer die Schweiz und ihren Wohlstand existenziell. In absehbarer Zukunft wird sich die Schweiz auf Fluechtlinge ganz anderer Art einstellen muessen, auf Personen aus Europa. Das sind Zukunftszenarien, aber ich plane halt schon immer etwas frueher als so manch anderer. Darum musste ich fuer mich und meine Familie eine Alternative suchen, gerade in einer Zeit als noch alles Friede, Freude, Eierkuchen war.
      Kriminalitaet in Australien:
      Wir haben ein masssives Drogenproblem. Nicht nur, aber gerade auch an der eastcoast (Ich lebe in Qld, darum mag mir das Drogenproblem hier praesenter erscheinen als anderswo).
      Beschaffungskriminalitaet ist sehr verbreitet, Leute auf Ice verueben schlimme Straftaten.
      Des weiteren hat Australien, gepraegt durch das Mutterland und die daraus resultierende Unfähigkeit verantwortungsvoll Alkohol zu konsumieren ein Trinkerproblem. Und wenn die Jugendlichen nicht zu verantwortungsvollen Trinkkonsum angeleitet werden, dann kommt es halt zu diesen Trinkexzessen und den daraus resultierenden Straftaten.
      Drogen, Alkohol gepaart mit viel zu laschen Richtern und einer Polizei die sehr gerne Geschwindigkeitskontrollen macht, aber von den gefaehrlichen jobs lieber die Finger laesst, nun da hat man halt leicht eine hohe Kriminalitaetsrate.
      Don't get me wrong, ich liebe Australien und seine Menschen, aber wie ueberall auf der Welt ist auch hier nicht alles Gold was glaenzt.
      Da wir ja nicht im Verdacht stehen ein humorloses Vorum zu sein:
      Hallo,
      ich hab von diese impfen gehoert... dass sie dein IQ schrecklich schraenken ist diese eine konsiprationstheorie oder soll es wirklich so sein?
    • Schon kurios, in einem Beitrag über das Auswandern (weil es in Deutschland (subjektiv?) nicht mehr so toll ist, wird die Zuwanderung aus anderen Ländern nach Deutschland kritisch gesehen.

      Wobei es natürlich etwas anderes ist, ob man mit einer guten Ausbildung von Deutschland nach Australien auswandert, anstatt mit keiner Ausbildung aus dem Mittleren und Nahen Osten nach Deutschland.

      Das die wenigsten Migranten nach Deutschland als Facharbeiter hier eingesetzt werden können steht mittlerweile außer Frage. Viele können nicht mal lesen oder schreiben, in Ihrer Muttersprache, da ist es bis zum Facharbeiter eine unendlich langer Weg, der so gut wie nie beschritten wird, vor allem nicht jenseits der zwanzig. Viele wollen sofort vom Wohlstand profitieren und versuchen das anders zu realisieren.
    • oh man, was steht mir da denn alles bevor, wenn ich am 10. Mai nach einem jahr nach hause komme.
      wie ich höre, kann man sich in bremen (als frau und ich habe eine frau) nicht mehr gefahrlos auf die strasse begeben.
      kann meine frau noch an den unisee, in die Badeanstalt, ohne begraptscht zu werden?
      steht mein haus noch oder ist es inzwischen mit flüchtlingen besetzt, da ich in australien bin?
      ist meine tochter mit unserem enkel ausgewandert, weil es ihr in deutschland zu unsicher ist - ich konnte sie aus dem outback nicht erreichen?
      eure probleme möchte ich haben.
      in meiner beruflichen karriere habe ich manchmal mit bis zu 13 unterschiedlichen Nationalitäten zusammengearbeitet und auf engem raum zusammen gelebt - und das war sehr interessant und hat mir viel gegeben.
      außerdem denke ich zurück, als eine riesige flüchtlingswelle aus den deutschen ostgebieten nach westen kam. auch damals wurde gemosert.
      und heute?
      ok, es waren ja deutsche und keine "Ausländer".
      auf die Einwanderer (Flüchtlinge) schimpfen, aber selber für sich Anspruch nehmen, sich seinen Aufenthalt selber wählen zu können.
      die flüchtlingswelle ist schon sehr extrem, dass kann und wird wohl auch keiner leugnen.
      schwarze schafe gibt es überall, z.b. auchg wieder viele "gute deutsche" in panama und deren offshorefirmen.
      die Afghanen: viele Afghanen haben für die ausländischen Truppen gearbeitet und leben nun in angst, dass der taliban sie dafür "bestraft" - wie das aussehen kann, wissen wir.
      allerdings hatte man ihnen mal zugesichert, sie im zweifel (die bei den bundeswehreinheiten beschäftigt waren), sie nach deutschland zu holen.
      die Realität sieht aber anders aus - also flüchten sie vor den taliban nach Deutschland.
      und lieber gunther, nicht nur das christentum ist eine religion, es gibt auch andere.
      ja, und toni schickt boote zurück. boote mit denen man nur noch absaufen kann. die menschen interessieren ihn nicht, lass sie doch absaufen, sollen doch zu hause bleiben. was ist das für ein charakterschwein!
      die uno haben ihn dafür heftig kritisiert, gerügt. wie war das noch einmal mit den australiern und den Fluchthelfern?
      und weiter: wie viele deutsche verdankten ihr leben im 1000jährigen reich der flucht ins nachbarland- wenn manchmal auch nur von kurzer dauer.
      wie viele verloren ihr leben, weil z.b. die schweiz ihre grenzen dicht machte?
      ja, wir haben Probleme mit den sog. problemflüchtlingen.
      wir haben auch Probleme mit unseren guten deutschen und europäischen Mitbürgern.
      ich war jahrelang aktiv mit diesen problemgruppen befasst, le3bte mit ihnen zusammen.
      es gibt lösungen - aber pegida und afd sind keine lösungen für diese Probleme.
      pegida und afd machen mir angst. mit denen ist unsere Demokratie gefährdet
      ihre äußerunbgen und Programme -soweeit man das als Programm bezeichnen kann, sind entlarvend, rückständig, antidemokratisch und und..
      man, ich höre lieber auf,
      leute, kommt zur Besinnung.
      und noch etwas: die wirtschaftliche Situation.
      wenn China und Japan und Korea schnupfen haben, dann hat australien eine Lungenentzündung. die wirtschaftliche Abhängigkeit ist enorm.
      denkt mal drüber nach und über die australische wirtschaft/Produktion.
      was gibt es denn da außer rohstoffexport?
      so, nun ist schluss, mal sehen was jetzt auf mich zukommt. bin gespannt.
      bin ich jetzt ein gutmensch - als Schimpfwort gemeint?
      ich bin einfach nur Realist mit viel Erfahrung und erleben
      ciao
      Michael
      ..sehe, dass viele Tippfehler da drin sind, ich überlasse sie dem leser
      michael

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von desert queen ()

    • Hallo Michael,

      zumindest mich hast du missverstanden. Nicht die Flüchtlinge machen mir Angst, sondern die Konzeptionslosigkeit, die Lage in den Griff zu bekommen. Die Manipulation durch die Medien, je nachdem was grad Sache ist. Und last not least die schrittweise Aufgabe des Sozialstaats. Sobald man einen kritischen Gedanken äußert, wird man als Neonazi hingestellt. Es wird nur das nachgeplappert, was gerade Mainstream ist.

      Ich bin hier im Ort kommunalpolitisch aktiv und bekomme viel mit - mehr als mit lieb ist. Ich sehe die ausgebrannten ehrenamtlichen Helfer, die als Dankeschön eine Jute-Tasche von der Gemeinde bekommen. Die außer ihrer Arbeit viel eigenes Geld einbringen. Und ich sehe die "Kriegsgewinnler", die mit den letzten Löchern dick Kohle machen, sich einen Dreck um die Flüchtlinge scheren. Es werden dafür Mieten bezahlt, die in keinem Verhältnis stehen. Und insgesamt die Mietspirale nach oben drehen. In den besseren Stadtteilen ist kein einziger Flüchtling untergebracht. Dafür in anderen überproportional.

      Seit einem Jahr kämpfe ich und merke mittlerweile selbst, wie ausgepowert ich bin. Es ist sinnlos, kritisch gegen die Missstände anzukämpfen. Jeder macht brav seine Aufgabe und buckelt nach oben. Ich möchte es mir nicht mehr antun, von indoktrinierten Gutmenschen dafür als rechts abgestempelt zu werden. Wer mich kennt, weiß genau, dass meine Gesinnung eher gegenteilig ist.

      Nein, nicht die Flüchtlinge machen mir Angst ! Es sind die Deutschen, die sich in einer kollektiven Massenveranstaltung wieder selbst huldigen....
      Gruß
      @nna