Migranten werden bei der Wohnungssuche in D benachteiligt

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    • Ein muslimisches Ehepaar erzaehlte mir, dass sie Probleme haetten, eine Wohnung zu bekommen in Perth. Sie waren beide bei der Uni angemeldet, hatten einen zweijaehrigen Sohn und sie war im 8 Monat schwanger. Keine finanziellen Ruecklagen.
      Nun denn.
      Gruss Edna
      The Golden Years: When Actions Creak Louder Than Words.
    • EdnaAverage schrieb:

      ..........Sie waren beide bei der Uni angemeldet, hatten einen zweijaehrigen Sohn und sie war im 8 Monat schwanger. Keine finanziellen Ruecklagen.
      Nun denn.
      da würd ich aber noch nicht mal sagen, daß die Probleme haben, weil sie muslime sind.
      Wenn man das liest ohne den ersten Satz, dann ist eigentlich klar, daß auch Christen oder andersgläubige da Schwierigkeiten hätten, oder?

      Die Deutschen als Mieter sind hier gerne gesehen, weil sie oft Miete mehrere Monate voraus zahlen und evtl. den Preis von sich aus etwas erhöhen, nur damit sie eine Wohnung bekommen. Hab ich selber noch nicht erlebt, aber schon öfters in Foren so gelesen.
      Damit kann eine Familie, die noch studiert natürlich nicht konkurieren.
      Ciao Frieda
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      everything comes gradually and at its appointed hour (Ovid)

      Historic Albany
    • Klar waere das fuer jeden in diesen Umstaenden schwierig, etwas anzumieten. Das Paar war jedoch der Meinung, es waere Rassismus.
      Gruss Edna
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    • Ja, der Rassismus.....
      meine Mutter ist ja vor gut einem Jahr aus ihrer Mietwohnung ins Altersheim gezogen. Die Siedlung wurde nach dem Krieg von Siemens gebaut und damals wohnten nur Siemensbeschäftigte dort. In den 70gern legte man den "besser" verdienenden Mietern nahe, sie sollten sich doch was auf dem freien Wohnungsmarkt suchen. Meine Eltern beschlossen letztendlich: "solange der Ingenieur über uns wohnt, ziehen wir uns den Schuh nicht an". Und somit wohnte meine Mutter (zum Schluß allein) also ca. 65 Jahre in dieser Wohnung.
      in den 90gern glaub ich wars, da hat Siemens diese Wohnungen an eine andere Wohnungsbaugesellschaft verkauft und danach konnte jeder einziehen und musste nicht mehr für Siemens arbeiten. Und dann haben immer weniger Deutsche da gewohnt.
      Seit den frühen 90gern lebten bei meiner Mutter dann Türken im Haus, erst eine Familie, dann 2, die letzten Jahre dann auch eine Chinesin.
      So! Und als meine Mutter dann auszog, war die eine Türkin schwer beleidigt, weil man einen Flüchtling aus Sri Lanka einziehen ließ, der noch dazu die falsche Religion hatte! Die Chinesin war auch nicht begeistert, das andere Türkenpaar, da kenn ich die Reaktion nicht. Wer ist da also rasistisch?
      Wohnungsbaugesellschaften sind im Allgemeinen doch froh, wenn sie an Flüchtlinge vermieten kann, denen das Amt die Miete zahlt, da wissen sie wenigstens, daß sie die Miete auch kriegen...

      Ganz ehrlich, wenn ich Mieteigentum hätte, wäre ich auch sehr vorsichtig, wen ich in meine Wohnung ziehen lasse. Weder die Türken, noch die Chinesin waren angenehme Nachbarn. Wobei meine Mutter ziemlich gut mit allen auskam. Ob ich das so geschafft hätte? Glaub es nicht.....
      Ciao Frieda
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      Historic Albany
    • bei uns im haus haben flüchtlinge 2 wohnungen bekommen
      2 famielien mit jeweil 2 kindern jeweils eine dreiraumwohnung
      zwischenzeitlich haben da an die 30 migranten gewohnt (zumindest geschlafen)
      die wohnungen waren top in ordnung bei übergabe aber nach räumung (fast ein jahr hats gedauert) total sanierungsbedürftig
      ich glaub nicht das sich unsere genossenschaft das nochmal antut
      unsere Australienbilder
      [img]http://www.ushighlights.com/usrtickers/2D3BB7F3F9A2BDD6145193FD19B28209.jpg[/img]
    • In Australien sind alle Migranten, abgesehen von den Traditional Land Ownern (und selbst bei denen muss man nur ein paar mehr Jahre zurückblicken).....

      Spass beiseite, hier muss man bei Bewerbung um eine Wohnung drei Lohnstreifen zeigen und die vergangene Miethistorie. Und selbst dann ist man erst mal mit einer Application im Rennen und kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden. Die Mietverträge werden dann in der Regel befristet (6 Monate oder 1 Jahr) und es erfolgen bei Einzug vierteljährliche Kontrollen. Nagel einschlagen oder in die Wände bohren ist sowieso verboten. Bei Auszug muss man die Wohnung professionell reinigen lassen und ggf. Teppichboden dampfreinigen lassen. Kaution muss gestellt werden und wird an eine staatliche Behörde als Treuhänder eingezahlt.
      Diskriminierung kann selbstverständlich passieren, ist dann aber schwer nachzuweisen. Mietnomaden und -vandalen kommen aber hier auch vor.

      -Richard

      P.S.: Angaben ohne Gewähr der Vollständigkeit und nur bezogen auf QLD
      Now - bring me that horizon! (Jack Sparrow)
    • EdnaAverage schrieb:

      Klar waere das fuer jeden in diesen Umstaenden schwierig, etwas anzumieten. Das Paar war jedoch der Meinung, es waere Rassismus.

      Wie denn das? Muslime sind Angehörige einer Religion, nicht einer Rasse.

      Ansonsten wäre ja auch der Imam ein Rassist, der vor ein paar Wochen in Kopenhagen in der Moschee gepredigt hat, alle Juden müssten sterben. Aber er ist natürlich kein Rassist, da Jude keine Rasse ist.

      Anders ist das in Südafrika, wo zwei Parteien ins Programm aufgenommen haben, dass alle Weißen innerhalb von 5 Jahren das Land verlassen müssen, sonst abgeschlachtet werden. Das ist Rassismus.
    • Tja, dieses Argument hoerte bzw. las ich schon oefters. :D
      So sagten sie es aber. Das war uebrigens in Perth.
      Gruss Edna
      The Golden Years: When Actions Creak Louder Than Words.
    • In Deutschland soll eine Benachteiligung tatsächlich der Fall sein.

      Ich habe schon selbst eine Zeit im Ausland gelebt (3 Monate in Dublin). Da hatte ich als Deutsche allerdings schon fast einen Vorteil was die Wohnungssuche angeht. Die Deutschen sind dort als sehr zuverlässig und Zahlungskräftig bekannt. Das sieht natürlich jeder Mieter gerne!
    • Lisa19 schrieb:

      ... Das sieht natürlich jeder Mieter gerne!
      Du meinst jeder deutsche Mieter sieht es gerne, dass er in Dublin bevorzugt wird? Naja, ich war halt noch nie dort...

      Bei der Wohnungssuche in Australien hatte ich das Gefühl streng, aber fair und nicht benachteiligt behandelt worden zu sein. Man muss dort tatsächlich mehr Identitäts- und Einkommensauskünfte abliefern als in DE und die regelmäßigen "Inspections" haben total genervt - in Deutschland wäre so etwas unvorstellbar.
      ABER schließlich hat der Vermieter/Besitzer etwas zu verlieren und deshalb finde ich das System angemessen und sogar besser als in DE.
      -Permanent resident 2007-
    • MIgranten werden bei der Wohnungssuche in Deutschland nicht benachteiligt, sondern bevorzugt. Denn vor kurzem las ich, dass ein Zimmer mit 20 qm, was normalerweise 300 Euro pro Monat bringen würde, für 3 700 Euro pro Monat vermietet wurde. Hausbesitzer: Araber. Mieter des Zimmers: 6 "Flüchtlinge", deren Miete das Amt zahlt.
      Ich überlege daher, ob ich mein Haus vor dem Abschied von D nicht verkaufen, sondern vermieten sollte. Es brächte 20 000 Euro pro Monat vom "Flüchtlingsamt", und damit könnte ich mir in Aus oder Nz wohl ein angenehmes Leben machen. Leider habe ich Hemmungen, das meinen Nachbarn anzutun.
    • hallo mein lieber Günter,
      nun treffen wir schon wieder aufeinander. :) shit

      Du schreibst, Migranten werden bei der Wohnungssuche bevorzugt und nicht benachteiligt und führst ein 20m²-Zimmer für 3.700 Euro an.irgendwie stimmt Deine Rechnung nicht [img]http://www.australien-forum.de/wcf/images/smilies/biggrin.png[/img]
      Übrigens leben in solchen Bruchbuden nicht nur Migranten sondern auch viele EU-Bürger hauptsächlich aus Polen, Rumänien und Bulgarien, die gnadenlos ausgenommen werden.
      Die zahlen Miete inklusive Nebenkosten - aber ihnen wird Wasser und Strom und Gas abgestellt, weil die Eigentümer das Geld nicht an die Stadtwerke zahlen, es für sich behalten -seit Jahren. Die wahren Besitzverhältnisse sind total unübersichtlich und die "Schuldigen (guten Deutschen?) sind nicht auszumachen. Es wird bisher erfolglos ermittelt.

      Wenn jemand bevorzugt wird auf dem Wohnungsmarkt, warum soll er dann solch horrende Mietwucherpreise zahlen und das alles ertragen? Freiwillig bestimmt nicht.
      Verkauf Dein Haus, verlasse unser doch schönes Deutschland und suche und finde Dein Paradies und träume dort vom Untergang des Abendlandes, die andere von Dir angesprochene Lösung verfolge lieber nicht weiter, sie würde Dir wohl wegen Mietwucher einen Haufen Scherereien einbringen.
      Wie Du siehst, bin ich eben ein unverbesserlicher "Gutmensch" , fühle mich manchmal durch unsachliche tendenziöse Beiträge einfach nur genervt <X und warte auf die Kloppe :evil: , die ich nun kriegen werde. :flag crazy
      Gute Reise
      Michael
      PS ich habe nichts 'geraucht', bin Nichtraucher :)
      michael
    • Hi Michael,

      gar kein Problem. Es ist ja schon gut, wenn sich überhaupt mal jemand von den Gutmenschen damit befasst, und eine Widerrede ist besser als den Kopf tief im Sand. Somit danke für deine Antwort und ein fettes LIKE.

      Wenn ich Zeit habe suche ich dir mal den Bericht über die 3 700 Euro Miete raus. Mit meiner Rechnung hat das nichts zu tun, da ich nicht gerechnet, sondern nur gelesen habe. Tendenziös kann daher nicht mein Beitrag sein, sondern allenfalls der Bericht der Sozialbehörden.

      Ich habe noch andere Sachen gelesen, nicht berechnet, so vom BKA und Statistischen Bundesamt. Aber das bringe ich vielleicht später mal. Am besten erst nach Merkles Wiederwahl.

      Träumen vom Untergang brauche ich nicht, das geschieht alles nach Plan. Träumen tun allenfalls noch die Gutmenschen bis zum bitteren Aufwachen.

      Da du sagst, ein Gutmensch zu sein: Hättest du Interesse an einem Meinungsaustausch per PM oder Skype oder so. Ich bin ehrlich interessiert an den Sichtweisen von Gutmenschen. Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis keine mehr. Also die Frage ist ernst gemeint!

      Viele Grüße

      Günter